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Überweisungen erledigen, ohne zur Bank fahren oder gehen zu müssen. Die Enkelkinder beschenken, ohne durch die Stadt zu laufen. Das Internet macht vieles leichter – auch im Ruhestand. Trotzdem zögern viele ältere Menschen noch, sich auf Online-Banking oder Internetkäufe einzulassen. Die Sorge, etwas falsch zu machen oder Opfer von Betrug zu werden, ist dabei völlig nachvollziehbar. Wir haben eine gute Nachricht: Mit ein paar klaren Regeln ist Online-Banking sicher – auch für Senioren.
Manche Banken bieten Beratungstermine speziell für Neueinsteiger an, bei denen die ersten Schritte in Ruhe erklärt werden. Nutzen Sie dieses Angebot. Niemand erwartet, dass Sie alles sofort verstehen. Ein guter Einstieg könnte sein, das eigene Konto zunächst nur zu beobachten, den Kontostand zu prüfen, Umsätze durchzusehen. Überweisungen zu tätigen kommt dann als nächster Schritt hinzu. Lassen Sie sich Zeit, um die Erfahrung zu machen, dass Online-Banking genauso sicher für Senioren ist, wie für jeden anderen.
Auch beim Online-Shopping gilt: gesunder Menschenverstand schützt besser als jede Technik. Bestellen Sie bei Anbietern, die Ihnen bereits bekannt sind oder die Ihnen Familie und Bekannte empfohlen haben. Ein seriöser Shop nennt eine ladungsfähige Adresse und bietet mehrere Zahlungsarten an. Ist zum Beispiel nur Vorkasse möglich, lässt sich genau daran oft der Fake-Shop erkennen. Und wirkt ein Angebot zu günstig, um wahr zu sein, ist meist genau das der Fall. Im Zweifel hilft eine zweite Meinung – von Verwandten, einer Nachbarin oder der Verbraucherzentrale.
Die häufigste Betrugsmasche im Netz heißt Phishing. Eine Phishing-Mail zu erkennen, ist oft gerade für Senioren schwer. Dabei versenden Kriminelle gefälschte E-Mails oder Kurznachrichten, die täuschend echt aussehen mit dem Bank-Logo und einem dringenden Anliegen, zum Beispiel, das Konto sei gesperrt, eine Zahlung stehe aus, Daten müssten „aus Sicherheitsgründen“ bestätigt werden. Wer auf den Link klickt, landet auf einer nachgebauten Fake-Seite und gibt dort unwissentlich seine Zugangsdaten preis.
Aber: Phishing lässt sich meist gut erkennen, auch von Senioren, wenn man weiß, worauf zu achten ist. Eine einfache Regel schützt zuverlässig. Sie lautet: Seriöse Banken und Unternehmen fragen niemals(!) per E-Mail, SMS oder Telefon nach Passwörtern, PINs oder TANs. Klicken Sie im Zweifel keinen Link an, sondern rufen Sie Ihre Bank über die Ihnen bekannte Telefonnummer an, aber niemals über eine Nummer aus der verdächtigen Nachricht.
Neben Phishing bleibt der klassische Enkeltrick eine der gefährlichsten Maschen gegen ältere Menschen. Dabei gibt sich jemand am Telefon als Enkelkind aus, berichtet von einer Notlage und bittet dringend um Geld. Inzwischen taucht der Enkeltrick auch digital und online auf: als WhatsApp-Nachricht von einer unbekannten Nummer, die vorgibt, das eigene Kind oder Enkelkind zu sein und die sofortige Überweisung einer hohen Geldsumme verlangt.
Auch hier gilt, Ruhe bewahren und selbst nachprüfen. Rufen Sie das vermeintliche Familienmitglied unter der bekannten, gespeicherten Nummer an, statt auf die neue Nummer zu antworten. Ein echtes Anliegen verträgt diese kurze Pause. Nur Betrüger setzen bewusst auf Eile und Emotion.
Halten Sie sich außerdem an diese Grundregeln:
Digitale Selbstständigkeit ist ein Gewinn an Lebensqualität – und sie lässt sich in Ruhe erlernen, damit Online-Shopping und -Banking sicherer sind. Für Senioren genauso wichtig ist es, auch abseits von Bildschirm und Tastatur gut abgesichert zu sein. Ein Hausnotruf sorgt dafür, dass im Alltag schnell Hilfe da ist, wenn sie gebraucht wird – ganz gleich, ob beim Sturz im Bad oder in einer anderen unerwarteten Situation. So wie ein umsichtiger Umgang mit dem Internet vor Betrug schützt, gibt ein zuverlässiges Notrufsystem die Sicherheit, jederzeit erreichbar zu sein. Bleiben Sie neugierig, lassen Sie sich Zeit, und holen Sie sich Unterstützung, wo immer Sie sie brauchen.