Wer sich mit Wohnformen für ältere Menschen beschäftigt, stößt unweigerlich immer wieder auf diese Begriffe: Seniorenheim, Seniorenresidenz, Pflegeheim und betreutes Wohnen. Besonders die Unterschiede zwischen Seniorenresidenz und Pflegeheim sind nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Dabei können diese Unterschiede für die Wahl der passenden Wohnform entscheidend sein.

Was versteht man unter einem Seniorenheim?

Der Begriff Seniorenheim wird häufig als Oberbegriff für Einrichtungen verwendet, in denen ältere Menschen dauerhaft wohnen und versorgt werden. Klassischerweise meint man damit stationäre Pflegeeinrichtungen, die auf die Betreuung pflegebedürftiger Senioren ausgerichtet sind. In einem Seniorenheim steht die pflegerische und medizinische Versorgung im Vordergrund. Die Bewohner erhalten je nach Pflegegrad Unterstützung bei alltäglichen Verrichtungen wie Körperpflege, Ankleiden oder Nahrungsaufnahme.

Die Zimmer in einem Seniorenheim sind meist funktional eingerichtet und auf die Bedürfnisse pflegebedürftiger Menschen abgestimmt. Neben der Grundpflege gehören auch Gemeinschaftsräume, Mahlzeitendienste und Betreuungsangebote zum Standard. Die Kosten werden teilweise von der Pflegeversicherung übernommen, wobei Bewohner einen Eigenanteil tragen müssen.

Was zeichnet eine Seniorenresidenz aus?

Eine Seniorenresidenz richtet sich dagegen vorwiegend an rüstige, selbstständige Senioren, die noch keinen oder nur geringen Pflegebedarf haben. Der Unterschied zwischen Seniorenresidenz und Pflegeheim liegt vor allem in der Zielgruppe und dem Servicekonzept. Während das Seniorenheim pflegerische Versorgung bietet, steht in der Seniorenresidenz der Hotelcharakter im Vordergrund.

Bewohner einer Seniorenresidenz leben meist in eigenen, individuell ausgestatteten Apartments oder Wohnungen. Sie führen einen weitgehend selbstbestimmten Alltag und können verschiedene Serviceleistungen in Anspruch nehmen, von Reinigungsdiensten über Wäscheservice bis hin zu Restaurant- und Freizeitangeboten. So manche Seniorenresidenz verfügt über einen Wellnessbereich, eine Bibliothek oder Veranstaltungsräume. Der Begriff „Residenz" unterstreicht den gehobenen Anspruch dieser Wohnform.

Die wichtigsten Unterschiede im Überblick

Der zentrale Unterschied zwischen Seniorenresidenz und Pflegeheim betrifft also den Grad der Selbstständigkeit. Im Seniorenheim leben vorwiegend pflegebedürftige Menschen, die auf regelmäßige Unterstützung angewiesen sind. Die Seniorenresidenz wendet sich an aktive Senioren, die ihre Unabhängigkeit bewahren möchten, aber Komfort und Sicherheit schätzen.

Auch die Ausstattung unterscheidet sich deutlich. Während Seniorenheime auf Barrierefreiheit und Pflegefunktionalität ausgelegt sind, bieten Seniorenresidenzen oft hochwertigere Wohnungen mit teilweise kompletter Privatsphäre neben gehoben ausgestatteten Gemeinschaftseinrichtungen.

Ein deutlicher Unterschied zeigt sich bei den Kosten. Seniorenheime rechnen über Pflegesätze ab, die teilweise von der Pflegekasse erstattet werden. In einer Seniorenresidenz zahlen Bewohner dagegen meist eine Miete plus Servicegebühren, die nicht von der Pflegeversicherung gedeckt sind. Die Kosten fallen in Seniorenresidenzen häufig höher aus, da sie als private Wohnform gelten.

Fließende Übergänge beachten

In der Praxis sind die Unterschiede zwischen Seniorenresidenz und Pflegeheim nicht immer scharf zu trennen. Manche Seniorenresidenzen bieten integrierte Pflegebereiche an, sodass Bewohner bei zunehmendem Pflegebedarf in der vertrauten Umgebung bleiben können. Umgekehrt bemühen sich moderne Seniorenheime um eine wohnlichere Atmosphäre und mehr Privatsphäre für ihre Bewohner.

Entscheidend ist, dass die gewählte Wohnform zu den individuellen Bedürfnissen passt. Wer noch selbstständig ist und Wert auf Komfort legt, findet in einer Seniorenresidenz möglicherweise die passende Lösung. Bei bestehendem oder absehbarem Pflegebedarf ist ein Seniorenheim mit entsprechender Versorgungsstruktur die richtige Wahl.

Sicherheit in jeder Wohnform

Unabhängig davon, ob man sich für ein Seniorenheim oder eine Seniorenresidenz entscheidet: Sicherheit spielt in beiden Wohnformen eine zentrale Rolle. Viele Einrichtungen verfügen über Hausnotrufsysteme, die im Notfall schnelle Hilfe ermöglichen. Doch auch für Senioren, die noch in den eigenen vier Wänden leben, bieten moderne Hausnotrufsysteme wie die von HelpPhone wichtige Sicherheit. Mit einem Knopfdruck lässt sich im Ernstfall Hilfe rufen – eine sinnvolle Ergänzung, die Angehörigen und Senioren gleichermaßen Sorgen nimmt.