Bei jeder Blutdruckmessung ergeben sich zwei Zahlen. Viele Menschen wissen zwar, ob ihre Werte zu hoch oder zu niedrig sind, doch für die Blutdruck-Werte selbst fehlt oft eine Erklärung. Dabei geben beide Messwerte wichtige Hinweise auf die Gesundheit von Herz und Blutgefäßen.

Der erste Wert beschreibt den systolischen Blutdruck. Er zeigt den Druck an, der entsteht, wenn das Herz Blut in die Arterien pumpt. Der zweite Wert ist der diastolische Blutdruck. Er gibt an, welcher Druck in den Gefäßen zwischen zwei Herzschlägen herrscht, wenn sich das Herz wieder mit Blut füllt. Beide Werte werden seit Jahren zur Einschätzung des Herz-Kreislauf-Risikos herangezogen.

Welcher der Blutdruck-Werte ist wichtiger?

Lange galt vor allem der systolische Blutdruck als entscheidender Risikofaktor. Eine große Langzeitstudie mit mehr als 100.000 Erwachsenen bestätigt, dass erhöhte systolische Blutdruckwerte tatsächlich sehr aussagekräftig für das Risiko von Herzinfarkt, Schlaganfall und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind.

Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Auch der diastolische Blutdruck liefert wichtige Informationen. Insbesondere bei Menschen unter 50 Jahren kann ein erhöhter diastolischer Wert auf ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hinweisen. Fachleute empfehlen deshalb, beide Messwerte gleichermaßen zu beachten.

Blutdruck-Werte mit einer verständlichen Erklärung betrachten

Eine einzelne Messung sagt oft noch wenig aus. Stress, körperliche Aktivität oder Aufregung können die Ergebnisse beeinflussen. Deshalb sollte der Blutdruck regelmäßig und möglichst unter vergleichbaren Bedingungen gemessen werden.

Viele Menschen suchen im Internet nach einer Blutdruck-Tabelle mit Richtwerten je nach Alter. Solche Übersichten können eine erste Orientierung bieten. Dennoch ersetzen sie keine ärztliche Bewertung, da neben dem Alter auch Vorerkrankungen, Medikamente und individuelle Risikofaktoren berücksichtigt werden müssen.

Bei Blutdruck-Werten und ihrer Erklärung sollte außerdem beachtet werden, dass nicht immer beide Zahlen erhöht sein müssen. Mit zunehmendem Alter steigt häufig vor allem der systolische Blutdruck an, während der diastolische Blutdruck im Normalbereich bleiben kann.

Warum regelmäßige Kontrollen wichtig sind

Bluthochdruck verursacht oft lange Zeit keine Beschwerden. Deshalb wird er häufig als „stiller Killer“ bezeichnet. Unbehandelt können dauerhaft erhöhte Werte die Blutgefäße schädigen und das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenerkrankungen erhöhen.

Eine Blutdruck-Tabelle, die die Werte nach Alter einteilt, kann zwar helfen, Messungen besser einzuordnen, wichtiger ist jedoch die regelmäßige Kontrolle. Zu den Blutdruck-Werten und ihrer Erklärung gehört auch das Wissen, dass Veränderungen oft schleichend entstehen und deshalb frühzeitig erkannt werden sollten.

Unterstützend wirken eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, ein gesundes Körpergewicht, wenig Alkohol und möglichst wenig Stress. Diese Maßnahmen können sowohl den systolischen Blutdruck als auch den diastolischen Blutdruck positiv beeinflussen.

Blutdruck-Werte und ihre Erklärung sind deshalb weit mehr als eine Frage von zwei Zahlen. Auch eine Blutdruck-Tabelle nach Alter liefert nur einen Teil der Informationen. Entscheidend ist das Zusammenspiel aller Faktoren und die regelmäßige Kontrolle der eigenen Gesundheit.

Alles für mehr Sicherheit im Alltag

Gerade für ältere Menschen und Personen mit bekannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist es wichtig, Veränderungen des Blutdrucks frühzeitig zu erkennen und ärztlich abklären zu lassen. Für diese Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann zusätzliche Sicherheit im Alltag sinnvoll sein. Der HelpPhone Hausnotruf sorgt dafür, dass im Notfall schnell Hilfe erreichbar ist und unterstützt so ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden.