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Wenn Sie einen Pflegegrad beantragen oder sich auf eine Begutachtung durch den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung, seit 2024 eigentlich nur noch MD) vorbereiten, wird Ihnen ein Begriff immer wieder unterkommen: das Pflegetagebuch. Was genau verbirgt sich hinter dem Pflegetagebuch, und warum kann es so entscheidend bei der Pflegegrad-Einstufung sein?
Ein Pflegetagebuch ist eine strukturierte Dokumentation des täglichen Pflegeaufwands und der benötigten Hilfestellungen. Es dient als wichtiges Instrument, um den tatsächlichen Pflegebedarf einer Person systematisch zu erfassen und nachvollziehbar darzustellen. Im Gegensatz zur professionellen Pflegedokumentation, des sogenannten Pflegeprotokolls, das von Pflegefachkräften in Einrichtungen geführt wird, können Sie als Angehöriger oder betroffene Person ein Pflegetagebuch eigenständig führen.
So ein Pflegetagebuch hilft Ihnen dabei, sich optimal auf die Pflegebegutachtung vorzubereiten. Mindestens eine, besser zwei Wochen vor dem Termin zur Begutachtung der Pflegebedürftigkeit sollten Sie als pflegebedürftige Person oder als Angehöriger damit beginnen, ein Pflegetagebuch zu führen. In diesem Zeitraum dokumentieren Sie dann systematisch alle Pflegetätigkeiten und notwendigen Hilfestellungen. Es reicht nicht aus, das Pflegetagebuch für ein oder zwei Tagen anzulegen, da einzelne Tage sehr unterschiedlich ausfallen können und nur ein längerer Zeitraum eine Art Durchschnitt ermitteln kann.
Für viele sicherlich eine gute Nachricht: Es bleibt Ihnen überlassen, ob Sie ein Pflegetagebuch führen oder nicht. Es kann aber eine entscheidende Hilfe sein und bietet einige Vorteile.
Obwohl es keine gesetzliche Pflicht ist, ein Pflegetagebuch zu führen, stellt es eine sehr sinnvolle Vorbereitung auf den MD-Besuch dar.
Wenn Sie das Pflegetagebuch gewissenhaft führen, werden Ihnen mehrere Aspekte von Nutzen sein. Zum einen erhalten Sie selbst einen klaren Überblick über die tatsächlich benötigte Unterstützung im Alltag. Oft ist Angehörigen gar nicht bewusst, wie viele kleine Hilfestellungen sie täglich leisten. Das Pflegetagebuch macht diese sichtbar.
Zum anderen können Sie dem MDK mit dem Pflegetagebuch konkrete, detaillierte Beispiele vorlegen. Dies ist hilfreich, da die Begutachtung meist nur wenige Stunden dauert und nicht alle Pflegesituationen umfassen kann. Kein Tag ist wie der andere. Deshalb wird ein Zeitraum von mindestens zwei Wochen empfohlen.
Pflegetagebuch vs. Pflegeprotokoll: Die wichtigsten Unterschiede
Häufig werden die Begriffe Pflegetagebuch und Pflegeprotokoll verwechselt oder synonym verwendet. Dabei gibt es wichtige Unterschiede:
Ein Pflegetagebuch ist eine einfache, formlose Dokumentation für Angehörige und Betroffene. Es ist meist kurz gehalten und dient vor allem als Gedächtnisstütze und Nachweis für Pflegeaufwendungen. Es konzentriert sich auf die wesentlichen Pflegetätigkeiten und den zeitlichen Aufwand.
Ein Pflegeprotokoll hingegen ist deutlich detaillierter und wird hauptsächlich von professionellen Pflegekräften angelegt. Die professionelle Pflegedokumentation wird von Pflegefachkräften geführt und dient der Qualitätssicherung, der rechtlichen Absicherung sowie der Kommunikation im Pflegeteam. Das Pflegeprotokoll beinhaltet medizinische Details, Therapieverläufe und juristisch relevante Informationen.
Beim Führen eines Pflegetagebuchs sollten Sie alle Bereiche des täglichen Lebens berücksichtigen, in denen Hilfe benötigt wird. Dazu gehören Körperpflege, Ernährung, Mobilität, hauswirtschaftliche Tätigkeiten, Kommunikation und die Gestaltung des Alltags. Notieren Sie dabei nicht nur was getan wird, sondern auch wie viel Zeit dafür benötigt wird.
Seien Sie ehrlich und realistisch in Ihren Aufzeichnungen. Der MDK will durch das Pflegetagebuch die tatsächliche Situation beurteilen können. Beschönigen oder übertreiben Sie nicht, sondern dokumentieren Sie den tatsächlichen Unterstützungsbedarf des pflegebedürftigen Versicherten.
Für Ihre Begutachtung durch das MDK ist ein gut geführtes Pflegetagebuch wichtig. Doch die optimale Vorbereitung auf die Pflegesituation geht noch weiter. Mit einem modernen Hausnotruf-System schaffen Sie zusätzliche Sicherheit für sich oder Ihre Angehörigen.
Gerade wenn das Pflegetagebuch zeigt, dass Hilfe bei der Mobilität oder bei unvorhergesehenen Situationen benötigt wird, bietet der Hausnotruf HelpPhone die perfekte Ergänzung zur häuslichen Pflege. Im Notfall ist sofort professionelle Hilfe verfügbar – ein beruhigender Gedanke für alle Beteiligten. So können Sie die durch das Pflegetagebuch dokumentierten Pflegeleistungen optimal durch technische Hilfsmittel ergänzen und die Sicherheit im häuslichen Umfeld deutlich erhöhen. Kontaktieren Sie unseren Kundensupport für eine individuelle Beratung.